Ist AutoArt sein Geld wert? Ein ehrlicher Blick auf die Premiummarke

Wer zum ersten Mal den Preis eines AutoArt-Modells sieht, zögert. 150, 200, manchmal 300 Euro für ein Modellauto – ist das gerechtfertigt?

Die kurze Antwort: Ja. Aber nicht für jeden.

Was du für das Geld bekommst

AutoArt wurde 1998 gegründet mit einem klaren Ziel: Modellautos bauen die so nah am Original sind wie technisch möglich. Das Ergebnis sind Modelle bei denen Türen mit einem satten Klick öffnen, Lenkräder sich drehen und Innenräume Details zeigen die man erst beim zweiten Hinschauen bemerkt – Nähte auf den Sitzen, Schalter auf der Mittelkonsole, ein Armaturenbrett das dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht.

Dazu kommen Originallizenzen der Fahrzeughersteller und Farbgebungen nach echten Herstellerspezifikationen. AutoArt baut keine generischen Sportwagen – sie bauen den Lamborghini Miura JOTA SVR in exakt diesem Rot, den Porsche 911 Carrera 2.7 RS mit genau diesen Streifen, den Aston Martin DB5 Goldfinger in genau dem Silber das Sean Connery fuhr.

Warum 1:18?

AutoArt produziert hauptsächlich im Maßstab 1:18 - und das hat einen Grund. Bei diesem Format misst ein Porsche 911 etwa 25 cm. Groß genug um Details darzustellen die bei kleineren Maßstäben verschwinden, klein genug um in jede Vitrine zu passen. Es ist der Maßstab der ernsthafte Sammler wählen wenn sie ein Modell wirklich betrachten wollen – nicht nur aufstellen.

Für wen ist AutoArt nichts

Wer ein Modellauto sucht das einfach gut aussieht und günstig ist, ist bei AutoArt falsch. Es gibt Alternativen die optisch auf den ersten Blick ähnlich wirken und deutlich weniger kosten. Der Unterschied zeigt sich erst in der Hand – und beim zweiten, dritten Hinschauen.

AutoArt ist auch nichts für Sammler die Quantität über Qualität stellen. Mit dem Budget für ein AutoArt-Modell bekommt man anderswo drei oder vier Stück.

Für wen ist AutoArt genau richtig

Für Sammler die ein bestimmtes Fahrzeug wirklich verstehen wollen. Die wissen warum der Nissan Skyline GT-R R34 in Japan für sechsstellige Summen gehandelt wird. Die den Unterschied zwischen einem Lamborghini Diablo GTR und einem normalen Diablo kennen. Die beim Bugatti Chiron nicht fragen warum er so viel kostet – sondern warum er so wenig kostet verglichen mit dem Original.

Wer einmal mit AutoArt angefangen hat, kauft selten etwas anderes.

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